Wir sind wohl alle keine Helden, keine Heiligen. Manchmal sind wir Menschen, auf die man stolz sein kann, manchmal sind wir Vorbilder, zum Beispiel für die kleinen Geschwister. Niemand ist immer gut oder immer böse. In jedem steckt ein bisschen von beidem und die Menschen die das Gegenteil behaupten sind einfach nur zu stolz es zuzugeben, wobei ich mich frage wie man auf soetwas stolz sein kann. Manchmal sagt man - der, der hat keine Gefühle, sein Herz ist aus eis. Aber das stimmt nicht, man sieht einfach nicht richtig hin in dem Moment. Manchmal will der Vater der seiner Tochter verbietet auf das lang ersehnte Konzert zu gehen nur nicht, dass ihr was zustößt. Der Mann, der sich von seiner Freundin trennt mit der Lüge - "ich liebe dich nicht mehr", will ihr nur ein besseres Leben ermöglichen. Ihr seht - wir müssen sehen, wir müssen fühlen, erkennen und bemerken. Denn in der heutigen Welt ist es so schwer Menschen zu finden, die das Leben in allen ihren Punkten wahrnehmen, es begreifen und zu ihren Taten stehen ohne Ausreden oder ohne sich selber etwas vor zu machen. Wir belügen uns ständig. Nach dem aufstehen, vor dem einschlafen oder in der Nacht, nachdem wir einen Albtraum hatten und der Partner fragt - "Ist alles okay?" und wir mit "Ja" antworten, obwohl ganz und gar nicht alles okay ist. Die heutige Welt ist so trügerisch, so verschleiert - aber manchmal kommt ein Sonnenstrahl durch den Nebel und dann können wir wieder hoffen - hoffen darauf, dass die Welt irgendwann einmal anders wird, besser.
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